Herzlich willkommen bei der Deutschen Fatigue Gesellschaft
Fatigue – Simulant oder zu erschöpft für das sozialmedizinische Sicherungssystem?

Am 23.10.2010 wird im Rahmen des 8. Internationalen Hodgkin- kongresses in Köln ein Workshop durchgeführt mit dem Titel: „Sozialmedizinische Bedeutung des Fatigue-Syndroms“
Nationale und internationale Experten werden über die sozial- medizinischen Implikationen der tumorbedingten Erschöpfung diskutieren.
Hintergrund des Workshops ist der skandalöse Umstand, dass einer wachsenden Zahl von Langzeitüberlebenden mit einer Fatigueproblematik der Zugang zu Unterstützung und Entlastung erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird. Wir wissen, dass bis zu 40% aller geheilten Krebspatienten unter einer Erschöpfung leiden. Viele von ihnen sind nicht in der Lage ihren Beruf auszuüben und verlieren zunehmend auch die soziale Unterstützung. Bei vielen Patienten dauert es, bis sie die Erschöpfung bei sich selber akzeptieren und Hilfe suchen. Von diesem Zeitpunkt bis zur Diagnose eines Fatiguesyndroms vergehen oft Monate. Ist die Diagnose gestellt und lässt sich die Situation nicht verbessern, stellen viele Patienten einen Rentenantrag, und jetzt beginnt der zweite Teil der Odyssee. Viele Gutachter sind mit der Folgestörung Erschöpfung nicht vertraut. Noch weniger kennen die gängigen diagnostischen Verfahren. Damit wird das Begutachtungsverfahren für viele Patienten zur Lotterie.
Ein Ziel des Workshop ist es, Standards für Diagnose und für medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien zu erarbeiten. Dieser Leitfaden soll es in Zukunft Behandlern, Gutachtern und Patienten leichter machen, eine gezielte Diagnose zu stellen sowie das Ausmaß der Erkrankung zu erkennen und mögliche Einschränkungen besser abzuschätzen. Ein weiteres Ziel ist es, dass die tumorbedingte Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD) aufgenommen wird. Im Anschluss an den Workshop werden die Ergebnisse zusammengefasst und auf dieser Webseite veröffentlicht.
Es handelt sich um einen nicht öffentlichen Workshop.